Landkreis-CSU fordert schnelle Hochwasserschutzinvestitionen

Landkreis-CSU fordert schnelle Hochwasserschutzinvestitionen

Der CSU Kreisverband Regensburg-Land fordert, dass die durch den Wegfall der Flutpolder freigewordenen Mittel zum Ausbau des Hochwasserschutzes in den betroffenen Regionen verwendet werden.

„Wir freuen uns, dass die Planungen für die Flutpolder in Wörthhof und Eltheim gestoppt wurden und unser jahrelanger gemeinsamer Einsatz zusammen mit der IG Flutpolder und den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden erfolgreich war“, betont die Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer.

Die Landkreis-CSU fordert in ihrer Kreisvorstandssitzung, dass die dafür eingeplanten finanziellen Mittel in den dringend notwendigen Ausbau der Hochwasserschutzmaßnahmen an der Donau gehen. Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Peter Aumer stellt klar: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass die durch die Entscheidung freigewordenen Mittel für einen schnellen Ausbau des Hochwasserschutzes bereitgestellt werden.“

Der Bürgermeister der Gemeinde Barbing und stellvertretende Vorsitzender der IG Polder Hans Thiel fordert:Mit dem Donauausbau im niederbayerischen Raum, muss ein Flut-/Fließpolder in unmittelbarer Nähe der zu schützenden Städte errichtet werden. Diese Maßnahme muss dringend umgesetzt werden“. Thiel sieht dies als einen weiteren wichtigen Schritt zu einem wirkungsvollen Hochwasserschutz an der Donau. Das bayerische Umweltministerium muss zügig ein alternatives Hochwasserschutzkonzept erarbeiten, fordert der Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Bürgermeister Christian Kiendl.

Auch die Problematik der hohen Grundwasserstände dürfe durch die gestoppten Polder nicht in Vergessenheit geraten, forderte die Bürgermeisterin der Gemeinde Wiesent, Elisabeth Kerscher. Sie regt an zu prüfen, ob Erkenntnisse aus dem Grundwassermodell, das für den Bau der Flutpolder erstellt wurde, weiterverwendet werden können. Daraus sollen Konzepte entwickelt werden, die besonders im Falle von Starkregenereignissen den betroffenen Anliegern Schutz bieten können.

„Mit dem Stop der Polder haben wir ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Zufrieden können wir aber erst sein, wenn entlang der gesamten Donau bis Passau ein angemessener Hochwasserschutz erreicht wurde. Dafür werden wir uns in den kommenden Jahren auf allen politischen Ebenen einsetzen“, versicherten die Politiker gemeinsam.