Fraktion im Dialog: Thema Sicherheit

Fraktion im Dialog: Thema Sicherheit

CSU Kreistagsfraktion informiert sich über die Sicherheit im Landkreis Regensburg

Wie sicher lebt es sich im Landkreis Regensburg und was kann jeder Einzelne tun, um seine Sicherheit zu verbessern? Dies fragen sich nicht nur viele Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die Mitglieder der CSU- Fraktion im Regensburger Kreistag. Bei „Fraktion im Dialog“ war diesmal der Schwerpunkt im Bereich innere Sicherheit im Landkreis gesetzt.

„Die Sicherheitspolitik ist Kernthema der CSU“ machte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und 1. Bürgermeister von Schierling, Christian Kiendl, klar. Die Zahl der gestiegenen Wohnungseinbrüche entlang der Verkehrsachsen zeigte ein Problem auf, dem offensiv entgegnet werden muss. Kriminaldirektor Franz Schimpel und Erster Kriminalhauptkommissar Josef Ipfelkofer nahmen sich einen Abend Zeit, um die Kreistagsfraktion und eine große Zahl an Interessierten über die Sicherheitslage im Landkreis aufzuklären und Tipps zur Prävention zu geben.

Die Kriminalpolizei Regensburg zeigt sich nicht nur mit über 150 Kriminalbeamtinnen und Kriminalbeamten für die Stadt Regensburg, sondern auch für den Landkreis Regensburg, Neumarkt und Cham zuständig. Über die Hälfte aller Bewohner der Oberpfalz können demnach kriminalistische Hilfen aus dem Dienstsitz im Gebäude der ehemaligen Rafflerkaserne in Regensburg erwarten. Trotz steigender Aufgaben und Mehrung der Deliktszahlen sind derzeit ca. 10% der Stellen bei der Kriminalpolizei Regensburg unbesetzt, was Kriminaldirektor Schimpel sehr bedauerte. Schimpel wünschte sich für seinen Zuständigkeitsbereich eine schnelle Aufstockung des Personals und warb hier um politische Unterstützung. Die Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer sagte zu, sich nicht nur für die Stärkung der Schutzpolizei sondern auch für die Stärkung der Kriminalpolizei im Raum Regensburg einzusetzen.

Grundsätzlich lebt es sich sehr sicher im Landkreis Regensburg: Statistisch gesehen ist der Landkreis doppelt so sicher wie das restliche Bayern, jedoch konzentriert sich die Kriminalität in der Bezirkshauptstadt Regensburg: “Hier haben wir eine fast doppelt so hohe Zahl an Delikten wie im bayerischen Landesdurchschnitt“, so Schimpel. Jedoch hat der Landkreis mit einer stark gestiegenen Zahl an Wohnungseinbrüchen zu kämpfen. Organisierte Täterbanden – meist aus Osteuropa – schrecken auch vor Einbrüchen unter dem Tag nicht zurück. „Hier wird in den intimsten Lebensbereich von Menschen eingegriffen, welche neben den materiellen Schäden auch psychisch mit den Folgen des Einbruchs zu kämpfen haben“, erläuterte Erster Kriminalhauptkommissar Ipfelkofer. Prävention in im Bereich Einbruchdiebstahl ist wichtig, steigert die individuelle Sicherheit, lässt aber die Einbruchzahlen nicht geringer werden: “Wenn sie in die eine Wohnung nicht reinkommen, gehen sie zum Nachbar weiter“, so Ipflkofer.

Den besten Schutz bietet vor allem am Land die soziale Kontrolle. Selbst wenn eine Polizeistreife durch ein Wohngebiet fährt, kann sie schwer erkennen ob sich dort Personen aufhalten, die eine Straftat im Sinn haben. “Die Menschen am Land wissen meist sehr wohl, ob der Nachbar im Urlaub befindet oder wer sich berechtigt am Grundstück aufhalten darf“, verdeutlichte Schimpel. Diese soziale Kontrolle – verbunden mit einem Anruf bei der Polizei – sei der beste Schutz vor Einbruchdiebstahl. Sollte man von Einbrechern im eigenen Haus überrascht werden, sollte man sich lautstark bemerkbar machen, fliehen und die Polizei alarmieren. Von einer körperlichen Auseinandersetzung rieten beide Kriminalbeamte ab. Wie man sich individuell vor Wohnungseinbrüchen schützen kann könne man sehr anschaulich unter www.polizei-beratung.de erfahren.

Christian Kiendl bedankte sich bei den beiden Sicherheitsexperten für den interessanten und lehrreichen Vortrag und sagte zu, die Einladung an die Kreistagsfraktion zur Besichtigung der Dienststelle gerne wahrzunehmen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA