Antrag #3: Gymnasium Lappersdorf

Antrag #3: Gymnasium Lappersdorf

Im Landkreis beschäftigt uns seit längerem ein Thema sehr intensiv: die künftige Entwicklung des Gymnasiums Lappersdorf. Wir warten nun schon seit geraumer Zeit auf die Vorstellung des von uns mitgetragenen Gutachtens, wie sich die Schülerzahlen in der Region auf die bestehenden Gymnasien verteilen. Da das für Herbst angekündigte Gutachten bis heute nicht vorliegt, sind wir in unserer Fraktionsklausurtagung zu der Auffassung gelangt, dass für die Erweiterung des Landkreisgymnasiums in Lappersdorf nun eine Entscheidung getroffen werden muss.

Denn zu Beginn des Schuljahrs 2016/2017 muss der Erweiterungsbau fertiggestellt sein, um den vierzügigen Betrieb durchgehend gewährleisten zu können.

Mit dem Gymnasium Lappersdorf ist eine wichtige Landkreisschule errichtet worden; die Schülerzahlen machen das deutlich. Insbesondere konnte durch diese Investition eine Entspannung bei den Schülerzahlen der Gymnasien des gesamten Raums erreicht werden. Die für die Standortentscheidung durchgeführte Standortanalyse zeigte bereits 2009 auf, dass ein dreizügiges Gymnasium nicht das gesamte Schülerpotential aus dem Einzugsbereich des Gymnasiums Lappersdorf aufnehmen kann.

Die Entscheidung, mit wie vielen Zügen das Gymnasium Lappersdorf künftig betrieben wird, obliegt dem Landkreis als Sachaufwandsträger. Mit Schreiben vom 11.12.2013 hat das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst mitgeteilt, dass

 „es derzeit und in unmittelbarer Zukunft bei entsprechender Lenkung der Abweisungen rein zahlenmäßig möglich sein dürfte, bei einem nur   dreizügig geführten Gymnasium Lappersdorf alle Schüler, die dort  abgewiesen werden müssen, an Gymnasien in Regensburg oder    Burglengenfeld unterzubringen. Es ist aber zu erwarten, dass es Jahr für Jahr durch die dadurch bedingten Abweisungen und Verschiebungen zu einer gewissen Unruhe kommen wird  und sich Beschwerden und Klagen von Elternseite häufen werden. Fraglich bleibt auch, ob man der Öffentlichkeit vermitteln kann, dass ein   vierzügig gestartetes Gymnasium auf eine Dreizügigkeit zurückgeführt wird.“

Das Wohl der Kinder stand immer im Mittelpunkt unserer Entscheidungen im Schulbereich, dies soll auch in Zukunft so bleiben. Des Weiteren sehen wir keines der Gymnasien in der Region im Bestand gefährdet. Die CSU Kreistagsfraktion hat sich im Oktober in einem Fraktionsgespräch mit Direktor Sellner ein Bild von der Raumsituation vor Ort gemacht. Auf Grund der hohen Akzeptanz des Gymnasiums Lappersdorf bei den Schülern und Eltern und nach Prüfung aller Fakten beantragen wir deshalb:

Der Kreistag möge in seiner nächsten Sitzung beschließen:

  1. Das Gymnasium Lappersdorf wird zu einem vierzügigen Gymnasium erweitert.
  2. Der Landkreis erwirbt umgehend das Grundstück, welches der Markt Lappersdorf für die Erweiterung des Gymnasiums vorsorglich erworben hat.
  3. Planungskosten für die Erweiterung des Gymnasiums werden in den Nachtragshaushalt aufgenommen.
  4. Beim Bayerischen Staatsministerium der Finanzen ist umgehend ein Förderantrag zu stellen.

Bild: fotolia.de