Antrag #1: 100 Wohnungen

Antrag #1: 100 Wohnungen

Die Region Regensburg konnte besonders in den vergangen Jahren ein starkes Wirtschaftswachstum und einen deutlichen Bevölkerungszuwachs vorweisen. Neben den vielen positiven Effekten, die damit verbunden sind, kann man aber auch Spuren dieser Entwicklung am Immobilienmarkt ablesen: Wohnungsmieten steigen und günstige Wohnungen sind zunehmend Mangelware. Zwar wird auch im Landkreis im größeren Stil Geschosswohnungsbau betrieben, jedoch werden diese Wohnungen vorwiegend als Eigentumswohnungen vermarktet und durch Ihre hohen Anschaffungskosten vergleichsweise teuer vermietet. Besonders für Einzelpersonen und Familien im unteren und mittleren Einkommenssegment ist es mittlerweile schwer, eine bezahlbare Wohnung im Landkreis Regensburg und insbesondere in den stadtnahen Kommunen zu finden.

Der Landkreis Regensburg kann sich dieser Problematik nicht verschließen und sollte seinen Teil dazu beitragen, die Situation zu entschärfen. Zwar gibt es seit 1950 eine „Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft für den Landkreis Regensburg“, diese kann aber mit gut 100 Wohnungen keine Akzente im geförderten Wohnungsbau setzen. Auch andere Genossenschaften bzw. gemeinnützige Träger bieten eher in geringerem Umfang Wohnraum im Landkreis Regensburg an. Viele Kommunen haben zwar gemeindliche Wohnungen, jedoch scheuen sich diese vor Investitionen in weiteren Wohnraum, da dies finanzielle Mittel bindet und in vielen Fällen sowohl Fachwissen als auch Verwaltungskapazität in diesem Bereich fehlt. Der Ausbau der „Gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft“ oder die Neuschaffung eines anderen Instruments mit dem Ziel, weiteren geförderten Wohnraum zu schaffen, erscheint daher sinnvoll. Damit könnte ein Partner für die Landkreis-Kommunen geschaffen werden, der diese in der Entwicklung von Objekten der gemeinnützigen Wohnbebauung unterstützt.

Die CSU-Fraktion beantragt deshalb, folgenden Beschluss zu fassen:

 „Der Landkreis Regensburg soll zunächst innerhalb der nächsten fünf Jahre 100 zusätzliche Wohnungen im Bereich des öffentlich geförderten Wohnungsbaus errichten und damit den bisherigen Bestand verdoppeln. Ein Schwerpunkt soll in den Kommunen mit stark gestiegenen Mietpreisen gesetzt werden. Mittel- bis langfristig wird ein bedarfsorientierter, weiterer Ausbau angestrebt. Zur Umsetzung dieser Ziele soll eine geeignete Institution geschaffen werden.“

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