“Alte Stärke – Neuer Mut.” – CSU Kreisverband Regensburg-Land feiert 70jähriges Jubiläum

“Alte Stärke – Neuer Mut.” – CSU Kreisverband Regensburg-Land feiert 70jähriges Jubiläum

Obertraubling: Am Freitagabend feierte der CSU Kreisverband Regensburg-Land in einem Festakt das 70jährige Jubiläum. Am 15. November 1945 wurde der CSU durch die Militärregierung die Genehmigung zur Gründung erteilt. CSU Kreisvorsitzender Peter Aumer lud aus diesem Anlass zu einem Festakt unter dem Motto “Alte Stärke – Neuer Mut.” in das Gasthaus Weitzer in Oberhinkofen ein.

 

Im Vorfeld des Festakts zelebrierte Generalvikar Michael Fuchs einen Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder in der St. Michaels Kirche in Oberhinkofen. Knapp 180 Mitglieder der CSU folgten der Einladung und feierten den 70. Geburtstag des CSU Kreisverbandes.

 

In seinem Rückblick ging Kreisvorsitzender Peter Aumer auf die Anfangsjahre ein. Er zitierte Aussagen des damaligen Kreisvorsitzenden Leonhard Deiningers, der in Niederschriften davon berichtete.  So war es ein mühsamer Start der Organisationsarbeit. Er berichtete, dass “die Partei getragen wurde vom Idealismus und der Opferbereitschaft ihrer Anhänger” und von der Schwierigkeit Mitglieder zu werben und die Menschen für die politische Arbeit zu gewinnen.

 

1945 wurden die ersten CSU Ortsverbände in Donaustauf, Hohengebraching, Obertraubing und Pielenhofen gegründet. 1946 wurde der erste eigene Kreisvorstand der Landkreis CSU gewählt. Der Kreisverband entwickelte sich schnell zum mitgliederstärksten Kreisverband der CSU in der Oberpfalz, der er bis heute ist. Als große politische Themen wurden damals genannt, die Errichtung von Wohnsiedlungen aus den Trümmern des Krieges, die Ansiedlung neuer Betriebe und die Interessensvertretung, dass sind die selben Herausforderungen unter anderen Vorzeichen, vor denen wir auch heute stehen, merkte Kreisvorsitzender Peter Aumer an.

 

Der CSU Kreisverband entwickelte sich im Laufe der Jahre äußerst erfolgreich. Bereits 1951/52 gab es 62 Ortsverbände mit 1160 Mitgliedern. 1993 waren es 78 Ortsverbände mit 3520 Mitgliedern. Heute zählt der CSU Kreisverband Regensburg-Land 75 Ortsverbände mit 3051 Mitglieder.

 

Auch bei den Wahlen war der Kreisverband erfolgreich. Der Kreisverband hatte in den 70 Jahren 5 Kreisvorsitzende, stellte 3 Landräte, 4 Bundestagsabgeordnete, 8 Landtagsabgeordnete und holte auch in den Kreistagen beachtliche Ergebnisse 1946 stellte die CSU 73 % der Kreisräte, 1966 60 %, 1990 53 %, 2009 45 % und 2014 43 %. Kreisvorsitzender Peter Aumer ging auf Worte Leonhard Deiningers ein, die überliefert sind: “Mit dem Vertrauen der Wähler, dass der CSU im Landkreis immer wieder zu teil wurde, festigte sich auch ihre innere Kraft”. “Diese innere Kraft”, so Kreisvorsitzender Aumer “ist uns erhalten geblieben obwohl wir 2014 Wahlen verloren haben, den Landrat und viele Bürgermeister. Ich freue mich, dass der CSU Kreisverband Regensburg-Land geschlossen in die Zukunft geht, der heutige Abend ist auch Symbol dafür, die vielen Teilnehmer verdeutlichen dies.”

 

Zum Festakt hatte Aumer Generalvikar Michael Fuchs gebeten zu den Grundlegenden christlichen Wertüberzeugungen zu referieren. Fuchs ging auf drei wesentliche Punkte ein, das Miteinander in Staat und Gesellschaft, die Familie als Kern unserer Gesellschaft und auf das Thema Heimat. Anschließend folgte die Festrede, die der Präsident des Bayerischen Städtetags Dr. Uwe Brand hielt. Er ging auf die zukünftigen Herausforderungen der Politik ein. “Die Politik muss sich das Vertrauen der Wähler wieder erarbeiten; der Vertrauensverlust wird durch die Enthaltung bei Wahlen deutlich.” Brandl rief die CSU dazu auf wieder bürgernäher zu werden und den Dialog mit den Menschen zu führen. Wir müssen Zukunft denken und die Familie und das Thema Bildung in den Mittelpunkt stellen. Wird sind eine tolerante Gesellschaft, aber wir müssen Wert darauf legen, dass unsere Werteordnung anerkannt wird. Wir müssen denen Helfen, die unserer Hilfe bedürfen; dabei müssen wir unsere Leistungsfähigkeit immer im Auge behalten. Die CSU muss näher am Menschen sein, nur so kann alte Stärke auch neue Stärke werden, mit diesen Worten schloss Dr. Brandl seine Rede.